Virtuelle Bauprobe

In diesem Teilprojekt wird die Nutzung bestehender Anwendungen als Werkzeug für die Durchführung Virtueller Bauproben untersucht – also Bauproben, die nicht physisch im Theater und auf der Bühne stattfinden, sondern im virtuellen Raum und ortsunabhängig stattfinden können. Mit dem Workshop “How to go Virtual” haben wir ein Format entwickelt, das Theatern und Veranstaltungsstätten vor Ort die Chance gibt, unkompliziert mit virtueller Realität  in Kontakt zu kommen und Einsatzmöglichkeiten zu testen. Neben theoretischen Anteilen wird der Schwerpunkt dabei auf die Praxis gesetzt, sowohl im Ausprobieren bestehender Anwendungen und Programme als auch im konkreten Durchspielen eigener Nutzungsszenarien.

Workshop am tjg Dresden (c) Tabea Hörnlein

Konkrete Workflows werden hier gemeinsam getestet: beispielsweise die Adaption eines Bühnenbildentwurfs auf eine andere Spielstätte, die Darstellung von Konstruktionsvarianten oder die Visualisierung eines räumlich besonders komplizierten Entwurfs. Der Workshop vermittelt, wie die Technologie als Visualisierungs-, Gestaltungs-, Konstruktions- und Kommunikationsmedium in den eigenen Arbeitsprozess integriert werden kann.

Am 9.3.2020 fand im Konzerthaus Berlin ein Kick-Off Workshop mit allen beteiligten Partnern statt. Hier konnte ein guter Überblick über das  virtuelle Arbeiten im Theater- und Veranstaltungsbereich allgemein erarbeitet werden, sowie gemeinsame Ziele und die Key Points zur Entwicklung der Minimalanforderungen eines Tools entworfen werden.

Diese Arbeit wird nun in den mobilen Workshops fortgeführt, VR Coach Vincent Kaufmann hat bereits mit den Teams vom theater der jungen Generation Dresden und dem Landestheater Neuss Workshops durchgeführt.

Fragestellungen, die dort untersucht werden:

  • Wie sieht ein Workflow zur Durchführung digitaler »virtueller« Bauproben aus?
  • Welche Datensätze sind notwendig, wie müssen sie aufbereitet sein? (Import-Schnittstellen, Vectorworks, Autocad, Megacad?)
  • Wie integriert sich die »Virtuelle Bauprobe« in den Entstehungsprozess einer Theaterproduktion?
  • Wer produziert die jeweilige »Virtuelle Bauprobe«? Definition der Zusammenarbeit von Szenografen / Bühnenbildnern und Technische Abteilungen der Theaterhäuser oder 3D Spezialisten?
  • Wo findet diese Erarbeitung statt, in welchem Setting wird das Ergebnis genutzt?
  • Wer nutzt die »Virtuelle Bauprobe« wie? (Regie, Intendanz, TDs, Bühnenbildner)
  • Wie werden die Datensätze in die jeweiligen Anwendungen integriert?
  • Welche Ergebnisse werden produziert? (Export-Schnittstellen)
  • Wie gestaltet sich die unterschiedliche Ausspielung des Datensets in VR und AR (Tracking?)

Kooperationspartner / Workshopteilnehmer: Konzerthaus Berlin, theater der jungen generation  Dresden, Estrel Berlin, AVE Verhengsten GmbH & Co, / LoopLight, Friedrichstadt-Palast Berlin, Luisenburg Wunsiedel, mo2 design , Studierende der Beuth-Hochschule Berlin Theater- und Veranstaltungstechnik

 

Aktuelles zum Projekt

Einblicke und Ausblicke

Reflektionen zum Abschluss des Forschungsprojekts von Franziska Ritter und Pablo Dornhege.

Interview: Norbert Richter – Theater Chemnitz

Die Herausforderung ist, die bestehenden Strukturen im Kopf auszublenden und sich frei zu machen vom Newton`schen Weltbild, das unseren Alltag bestimmt.

Abschluss-Publikation des Forschungsprojektes „Im/material Theatre Spaces“

Das Forschungsprojekt „Im/material Theatre Spaces – Augmented and Virtual Reality for Theatre“ ist nach 2,5-jähriger Laufzeit erfolgreich abgeschlossen. Die nun vorliegende Publikation fasst die Projekterkenntnisse zusammen und gibt Einblicke in die interdisziplinäre praxisnahe Forschungsarbeit. (Download pdf)

BTT 2022 – Bühnentechnische Tagung in Ulm am 29. & 30. Juni

Bei der 61. Bühnentechnischen Tagung 2022 in Ulm präsentieren sich Ende Juni nicht nur die wichtigsten Unternehmen der theatertechnischen Branche – es gibt ein umfassendes Rahmenprogramm und wir präsentieren die Ergebnisse unseres Forschungsprojektes „Im/material Theatre Spaces“.

Workflow 1 – Sketchfab / Zoom “Halbvirtuelle Vorprobe”

Anschauen und Besprechen von Entwürfen mit bis zu 30 Personen über zweidimensionale Bildschirme

Workflow 2  – Mozilla Hubs “Bauprobe für Jedermann”

Anschauen und Besprechen von Entwürfen mit bis zu 30 Personen über verschiedene Devices

Workflow 3 – Virtuelle Bauprobe mit VR-Sketch

Anschauen, Besprechen und Bearbeiten von Entwürfen im virtuellen Raum

Ergebnisse, Lizenzen, Nachhaltige Nutzung

Die 2019-2022 im Rahmen des Forschungsprojekts „Im/material Theatre Spaces“ entwickelten Lösungsansätze dienen durch ihren prototypischen Modell-Charakter als nachhaltig übertragbare Konzepte. Die gewonnenen Erkenntnisse und entwickelten Musterlösungen wurden auf verschiedenen Kanälen veröffentlicht und werden so der gesamten Kulturlandschaft zur freien und flexiblen Nachnutzung zur Verfügung gestellt. 

„Wir bewegen uns in einem experimentellen Feld, das seine Form erst noch finden muss, damit auch alle den Mehrwert sehen können“ Interview mit Alexander Segin Konzerthaus Berlin

Unsere Projektleiterin Franziska Ritter spricht mit Alexander Segin, dem Leiter der Veranstaltungstechnik des Konzerthauses Berlin. Im Rahmen der Spielzeit 2020/21 zum 200jährigen Jubiläum des Konzerthauses konnten wir mit ihm und seinem Team Workflows für Virtuelle Bauproben erproben.

Eröffnung Wissensportal auf NACHTKRITIK.PLUS

Am 10. März 2022 wird das neue Wissensportal auf nachtkritik.plus mit einer digitalen Veranstaltung eröffnet. Die Plattform „Wissen“  bündelt und reflektiert den erreichten Stand der Entwicklung im Bereich Theater und Digitalität. Die Inhalte der Plattform stammen vorwiegend von unserem Team der digital.DTHG und von der Akademie für Theater und Digitalität in Dortmund – wir freuen uns, …

Interview: „VR ist bei uns das Zugpferd!“ digital.DTHG im Gespräch mit dem theater junge generation Dresden

Das digital.DTHG Team ist zu Besuch am theater junge generation Dresden, einem der ersten Kooperationspartner im Forschungsprojekt “Im/material Theatre Spaces”. 

Kurz erklärt: Wie erstelle ich einen digitalen Theaterraum – 3D Konstruktion, Photogrammetrie oder Laserscan?

Welche Verfahren für die räumliche Erfassung gibt es und wo liegen die Vor- und Nachteile?

Kurz erklärt: Tracking, Kabel und Leistungen – wie hängt was zusammen?

VR-Headset mit oder ohne Kabel? Wann brauche ich eine kabelgebundene oder eine mobile VR-Brille? Was ist Tracking überhaupt, welche Varianten gibt es? Welche Leistungsunterschiede haben VR- Brillen? Und wie hängt dies alles miteinander zusammen?

Kurz erklärt: VR Inhalte – vorproduziert versus echtzeitgeneriert, passiv versus interaktiv?!

Die Arten von Inhalten, die in Virtual Reality dargestellt und erlebt werden können, sind vielfältig und sehr unterschiedlich – wir geben einen Überblick.

Kurz empfohlen: Welche Software für 3D Planung und Arbeiten in VR?

Die Digitalisierung hält in nahezu allen Bereich Einzug und entwickelt mit der virtuellen Realität ein durchaus nützliches Hilfsmittel für Planung, Organisation und Besprechung. Die aufgeführten Programme sind erste Anhaltspunkte für die räumliche Entwurfsarbeit in VR und ermöglichen einen einfachen Einstieg in die virtuelle Welt.

Kurz erklärt: Laptop oder Tower? Windows oder Mac? Welches Set Up brauche ich für die “virtuelle” Arbeit am Theater?

Für die Arbeit mit Virtual Reality am Theater – ob für die Visualisierung von Bühnenbildentwürfen oder Virtuelle Bauproben – sind unterschiedliche technische Set Ups möglich. Hier gibt es einen einführenden Überblick zu den wichtigsten Fragen vor der Anschaffung als erste Recherche-Hilfe.

Kurz empfohlen: Virtuelle Meetingräume 3D

Durch die Pandemie ist das Interesse an digitalen Meetingräumen gestiegen und auch die Zahl der Tools hat sich enorm vergrößert. Dabei können Meetings mittlerweile nicht nur als einfaches Videotelefonat stattfinden sondern erobern den virtuellen Raum.

Kurz erklärt: Habt ihr den Durchblick? Hygiene, Pflege und Wartung von VR-Brillen

Ein VR-Headset lernt im Laufe sein Betriebslebens sehr viele Gesichter und Nasen kennen. Daher ist der richtige Umgang und die Pflege wichtig – wir geben Euch hier grundlegende Hinweise:

Kurz erklärt: Im VR-Headset Dschungel

Was für verschiedene VR Systeme und Hersteller gibt es? Wie finde ich mich im VR-Dschungel zurecht? Worauf muss ich bei der Auswahl achten?

“How to go virtual?!” Workshop jetzt auch für freie Bühnenbildner:innen – gemeinsam mit dem Bund der Szenografen

Um das Bewusstsein für digitale und virtuelle Werkzeuge im Theater zu schärfen, hat die digital.DTHG den Workshop “How to go virtual” konzipiert und das Format nun für freie Szenograf:innen und Bühnenbildner:innen erweitert.

Video BTT_digital Session: „Virtuelle Bauprobe“

Nach einem Jahr Projektlaufzeit stellen die Projektleiter*innen Franziska Ritter und Pablo Dornhege Zwischenergebnisse des Teilprojektes „Virtuelle Bauprobe“ auf der Bühnentechnischen Tagung vor.

Workshopreihe: How to go virtual?

Der Einstieg in neue digitale Welten ist ein großer Schritt mit vielen Hürden. Neue Software und Arbeitsweisen erfordern eine intensive Auseinandersetzung und nehmen viel Zeit in Anspruch.

Workshop: Die virtuelle Bauprobe

Das Entwickeln eines Bühnenbildes ist ein Prozess, der viele Schritte und Gewerke umfasst – von der kreativen Arbeit des/der Bühnenbilder*in in Abstimmung mit der Regie über die Koordination mit technischer Leitung und Bühnentechniker*innen bis hin zur Umsetzung in den Werkstätten.

Kick-Off-Workshop: Ideen, Impulse und Prototypen

Grundlage und Ideengeber für das aktuelle Forschungsprojekt ist der interdisziplinäre Workshop »IM/MATERIAL THEATRE SPACES«, der im Frühjahr 2019 stattfand. Hier wurden prototypische Anwendungsszenarien und Vermittlungsstrategien für historische und zukünftige Theaterarchitekturen erprobt.

Weitere Projekte:

 

Augmented Reality in der Veranstaltungstechnik

Die zentrale Frage in diesem Teilprojekt ist, inwieweit Augmentierte Realität zur Verbesserung, Erleichterung, Erweiterung der täglichen Arbeit genutzt werden kann und zu einer Erhöhung der Sicherheit auf der Bühne führt.

CANON Theater Technik Geschichte

Ziel dieses Verbundprojektes mit europäischen Hochschulpartnern ist es, ein Bewusstsein und Verständnis für eine europäische Geschichte der Theatertechnik  zu fördern. Das Projekt leistet einen Beitrag zum aktuellen Diskurs über die Bewahrung des kulturellen Erbes transnationaler und internationaler Theatertechnologie und -technik. 

Virtuelle Lehr- und Lernräume

Interaktive  Trainingstools für die Ausbildung von Theater- und Veranstaltungstechniker*innen