Vortrag Ringvorlesung TU Berlin: (Re-)Building Realities. Virtuelle Architekturen


Einladung zum Online-Vortrag am Mittwoch, den 8. Juni 2022 um 18.15 Uhr „Im/material Theatre Spaces – Theatererbe erlebbar machen“ zum Virtuellen Großen Schauspielhaus Berlin.Am Fachgebiet Kunstgeschichte der TU Berlin spricht unsere Projektleiterin Franziska Ritter in der Ringvorlesung „(Re-)Building Realities. Virtuelle Architekturen“ über unsere Virtuelle Rekonstruktion des Großen Schauspielhauses.

Zoom Link zur Teilnahme:
https://tu-berlin.zoom.us/j/66997344306?pwd=ajZZMkxRV3VrbGVTdGtZcnZPZk83Zz09
Meeting-ID: 669 9734 4306
Kenncode: 218600

Franziska Ritter gibt im Vortrag „Theatererbe erlebbar machen“ Einblick in unser Forschungsprojekt “Im/material Theatre Spaces”, das an der Schnittstelle analoger und digitaler Welten die neuen Möglichkeitsräume immersiver Technologien für die Vermittlung von Theaterarchitektur und Kulturerbe erkundet. Exemplarisch steht die virtuelle Rekonstruktion eines der wichtigsten Theaterbauten des letzten Jahrhunderts im Zentrum des Vortrags: das nicht mehr existierende Große Schauspielhaus Berlin des Architekten Hans Poelzig. In einer Virtual-Reality-Inszenierung wird das Gebäude zu einem virtuell erlebbaren Ausstellungsraum, digital rekonstruierte Objekte aus Sammlungen und Archiven werden durch verschiedene Narrationen poetisch verflochten. So eröffnet das Projekt ein digitales Erlebnisfenster in die Vergangenheit, durch das die Geschichte des Theaters, seiner Architektur und seiner Kunst räumlich erfahrbar gemacht wird und Theaterwissen kontextualisiert wird. Welche Potentiale aber auch welche Herausforderungen bringen Neue Technologien wie Virtual Reality im Kontext von Architektur-Rekonstruktionen mit sich? Welchen Mehrwert können sie bei der Erforschung und Vermittlung von Kulturerbe generieren? Der Vortrag gibt darüber hinaus Einblick in den Entstehungsprozess und die Arbeitsmethoden der VR-Experience.

Projektwebsite: https://digital.dthg.de/projekte/theatererbe-erlebbar-machen/

Franziska Ritter ist Szenografin und studierte Architektur an der TU Berlin sowie Film und Fotografie an der University of North London. Sie ist Mitgründerin und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Masterstudiengangs Bühnenbild_Szenischer Raum der TU Berlin und unterrichtet an vielen anderen Hochschulen in praxisnahen Lehr- und Forschungsprojekten, wie Inhalte im Raum wirkungsvoll inszeniert werden. Sie leitete das DFG-Projekt zur Digitalisierung der Theaterbausammlung im Architekturmuseum der TU Berlin und promoviert zur Zeit im Rahmen des DFG-Projektes “Theaterbauwissen” zum Thema Architekturfotografie am FG Kunstgeschichte der TU Berlin. Gemeinsam mit Pablo Dornhege leitet sie das Forschungsprojekt “Im/material Theatre Spaces” im von ihnen gegründeten Kompetenzzentrum digital.DTHG der Deutschen Theatertechnischen Gesellschaft.

Über die Ringvorlesung „(Re-)Building Realities. Virtuelle Architekturen“:
Institut für Kunstwissenschaften und historische Urbanistik
Konzeption: Prof. Dr. Meike Hopp / Prof. Dr. Kerstin Wittmann-Englert

3D-Digitalisate, am Computer generierte 3D-Modelle, -Rekonstruktionen oder Virtual-Reality-Simulationen von nicht bzw. nicht mehr existierendem architektonischem Kulturgut mit historischem, ästhetischem oder kulturellem Wert bieten uns heute erlebbare digitale Fenster in die Vergangenheit. Im Bereich der Digital Humanities bzw. der Digitalen Kunstgeschichte spielt die realitätsnahe dreidimensionale Erfahrbarkeit für die kulturelle Bewahrung und Erforschung von historischen Räumen und Bauwerken eine große Rolle. Die digitalen Räume eignen sich aber auch für die kuratorische Nutzung durch virtuelle Ausstellungskonzepte oder Events. Die Ringvorlesung im Sommersemester 2022 findet begleitend zu einem Seminar statt, dass sich mit der Virtual-Reality-Rekonstruktion des Großen Berliner Schauspielhauses um 1927 durch die Projektgruppe digital.DTHG, dem Kompetenzbereich für Digitalität und Neue Technologien der Deutschen Theatertechnischen Gesellschaft auseinandersetzen wird. Gemeinsam mit Expert*innen werden wir an diesem und weiteren Beispielen diskutieren, inwiefern sich 3D-Modelle als erfahrbare Abbilder von historischem architektonischem Kulturerbe begreifen und/oder bespielen lassen und welche Rolle dem digitalen Raum im Rahmen dieser Neukontextualisierung zukommt.

Alle Vorträge der Ringvorlesung im Überblick

18.5.  (digital)

Nina Kunze, Universität Passau (digital)
Capturing built realities. Photogrammetrische 3D-Digitalisate von Bauwerken hinterfragen und einordnen


8.6. (analog & digital)
Franziska Ritter, TU Berlin
Im/material Theatre Spaces: Theatererbe erlebbar machen – das Virtuelle Große Schauspielhaus

15.6. (digital)
Marc Grellert, TU Darmstadt 
Potentiale digitaler Technologien für das Erinnern zerstörter Architektur (Arbeitstitel)

29.6. 
(analog & digital)
Stefan Weinzierl, TU Berlin
Akustische Simulation und Auralisation historischer Räume

13.7. (digital)
Sander Münster, Friedrich-Schiller-Universität Jena
A current state of 3D modelling for humanities research and education
Alle Vorträge beginnen um 18 Uhr c.t. und werden digital übertragen. Link zu den Veranstaltungen: https://tu-berlin.zoom.us/j/66997344306?pwd=ajZZMkxRV3VrbGVTdGtZcnZPZk83Zz09.
Informationen zum Veranstaltungsort der beiden hybriden Veranstaltungen am 8.6. und 29.6.2022 werden rechtzeitig vorab über https://www.kunstwissenschaft.tu-berlin.de/menue/aktuelles/ bekanntgegeben.