Kurz erklärt: Virtuell, augmentiert, immersiv und voll dabei im Modewort-Bingo

Seit Virtual Reality ein geläufiger Begriff ist und “immersive Technologien” auch von Otto-Normalverbraucher*innen im Handel erworben werden können, herrscht um die genauen Begriffsbezeichnungen ein reines Chaos. Dabei sollte grundsätzlich erwähnt werden, dass die bekanntesten Begriffe – Virtual Reality, Mixed Reality und Augmented Reality – allesamt dazu dienen, Abstufungen von Realität zu beschreiben:

Virtual Reality (VR) beschreibt die voll-immersive Simulation des physischen Raums, also das komplette Eintauchen in eine virtuelle Umgebung. Durch die stetige technologische Entwicklung sind zukünftige virtuelle Realitäten womöglich nicht mehr von der realen Welt zu unterscheiden. Beispielhaft für VR sind interaktive Erlebniswelten, in welche die Nutzer*innen mit Virtual-Reality-Brillen eintauchen können.

Der zur Zeit etwas überstrapazierte Begriff der Immersion beschreibt im Zusammenhang mit VR das Eintauchen in eine künstliche, digitale Umgebung. Der Grad der Immersion wird dabei sehr stark von der Qualität des Erlebnisses bestimmt sowie der Bereitschaft der Rezipient*innen, die Künstlichkeit der virtuellen Welten als natürlich zu akzeptieren. Je höher der Grad der Immersion, desto stärker ist auch die Präsenz der Benutzer*innen im virtuellen Erlebnis: die Wahrnehmung der eigenen Existenz verlagert sich von der physischen Umgebung in die simulierte Umgebung. 

Anders als bei der VR wird die physische Realität bei Augmented Reality (AR) “nur” mit digitalen Inhalten überlagert. Ein Anwendungsbeispiel für AR sind Applikationen im musealen Raum, bei denen Besucher*innen mittels Smartphone- oder Tabletkamera ein Gemälde an der Wand erfassen können und die Darstellung auf ihrem Gerät durch neue digitale Ebenen, wie etwa mit frühen Skizzen des Werkes, ergänzt wird.

Eine Antwort auf „Kurz erklärt: Virtuell, augmentiert, immersiv und voll dabei im Modewort-Bingo“

Kommentare sind geschlossen.