Kurz empfohlen: Kunst und Ausstellungen in VR

Der Blick über den Tellerrand bietet unterschiedliche Impressionen von VR-Anwendungen außerhalb des Theaterkontextes. Als Kunstinstallation oder museales Artefakt eignet sich VR hervorragend, um neue ästhetische, narrative und didaktische Räume zu erschließen. Diese Auflistung dient als Anhaltspunkt und Orientierung. Es besteht kein hat Anspruch auf Vollständigkeit.

VR-Kunst

»In the eyes of an animal« von Marshmallow Laser Feast

“In the eyes of an animal” ist ein VR-Erlebnis, das die Wahrnehmung eines Waldes aus Sicht von drei Tierarten zeigt. Diese immersive Reise ist als 360° Film erlebbar und erzählt eine sehr ästhetische und sinnliche Interpretation tierischer Wahrnehmung . Die Atmosphäre wird durch eine binaurale Klanglandschaft angereichert.

http://intheeyesoftheanimal.com

 

 

»VR all in this together« von Bianca Kennedy

In der 360°-Animation »VR all in this together« stellt Bianca Kennedy ein Badeerlebnis anhand von animierten Zeichnungen dar. Die Badewanne wird zu einem Ort, den man mit anderen Menschen teilt, obwohl man sich dort normalerweise allein und ungestört befindet. Die VR Experience durchbricht Grenzen des persönlichen und alltäglichen Lebens in dieser immersive Situation.

https://biancakennedy.com/html/vr_all_in_this_together.html

 

 

»Animalia Sum« von Felix Kraus / The Swan Collective

»Animalia Sum« ist ein VR-Animationsfilm, der über eine Zukunft spekuliert, in der Insekten zur Hauptnahrungsquelle der Menschheit werden. Auf der Grundlage von analog modellierten Miniaturen, die mit Photogrammetrie volumetrisch erfasst wurden, wird eine sehr stimmungsvolle Geschichte über die Zukunft von Evolution erzählt.

https://swancollective.com

 

 

»HanaHana« von Mélodie Mousset

In dem Erlebnis »HanaHana« sind Besucher*innen sind dazu in der Lage, Hände in verschiedenen Größen und Farbigkeiten zu erzeugen, wodurch ein interaktives und collaboratives Kunstwerk entsteht. In ihrer Arbeit setzt sich Mélodie Mousset insgesamt mit Fragen über über Verkörperung, Ermächtigung und Technologie auseinander.

https://fabbula.com/artists/hanahana-by-melodie-mousset/

 


»When objects dream«
von Studenten der École Cantonale d’Art de Lausanne

Interaction Design-Studenten an der Schweizer Universität ÉCAL haben eine Installation geschaffen, in welcher Träume und Persönlichkeiten von Objekten mittels VR erlebbar werden. In Alltagsgegenständen, wie eine Besen, Bücher oder Tischen sind VR-Headsets implementiert, sodass Besucher*innen dazu angeleitet werden, wortwörtlich einen Blick in diese Objekte zu werfen.

https://www.dezeen.com/2016/04/12/ecal-students-when-objects-dream-exhibition-future-everyday-objects-virtual-reality-connected-milan-design-week-2016/

 

»Draw me close« von Jordan Tannahill

Das Erlebnis »Draw Me Close« bringt die Welten von Live-Performance, virtueller Realität und Animation zusammen, um eine vereinnahmende Geschichte über die Beziehung zwischen einer Mutter und ihrem Sohn zu schaffen. Die Geschichte dreht sich um die Krebsdiagnose und wird mittels moderner Technologie und live stattfindenden Handlungen erzählt.

https://www.drawmeclo.se

 

 

Museen und Galerien in VR


Acute Art 
–  https://acuteart.com

Acute Art dient als Plattform um unterschiedliche Künstler*innen zusammenzubringen und neue künstlerische Ausdrucksformen mit VR / AR und MR zu erproben. Künstler*innen, die sich bisher daran beteiligt haben, sind unter anderem Marina Abramović, Olafur Eliasson, Anish Kapoor und Jeff Koons.

 

Museum Of Other Realities  –  https://www.museumor.com

Das Museum of Other Realities ist ein Schauplatz für Kunst in VR, der es ermöglicht, mit mehreren Menschen zeitgleich Ausstellungen zu erleben. Durch dieses virtuelle Museum werden Künstler*innen darin unterstützt, die Arbeit mit diesem Medium aufzunehmen, zu vertiefen und einem Publikum zugänglich zu machen.

 

The Kremer Collection  –  https://www.thekremercollection.com/the-kremer-museum/

Das Kremer Museum bietet Raum, um 74 niederländische und flämische Gemälde alter Meister mittels VR-Technologie zu zeigen. Für die Schaffung des Museums wurde jedes Gemälde zwischen 2.500 und 3.500 Mal fotografiert, wobei die Photogrammetrie verwendet wurde, um für jedes Gemälde ein hochauflösendes visuelles Modell zu erstellen.

 

Galerie Roehrs & Boetsch  –  http://www.roehrsboetsch.com/nbsp-nbsp-nbsp-nbsp-cube-vr-gallery/

Mit dem CUBE der Gallerie Roehrs & Boetsch wird eine VR-Plattform zugänglich, die eine virtuelle Galerie für virtuelle Kunst simuliert. Somit ist CUBE in erster Linie für digitale und virtuelle Kunstwerke ohne physische Repräsentation gedacht, bei denen eine Umsetzung des Kunstwerks in der physischen Welt scheitert.

 

Einsatz von VR in Ausstellungen


»Mona Lisa: Beyond the Glass«
– Louvre

https://www.youtube.com/watch?time_continue=197&v=Au_UpzhzHwk&feature=emb_title

»Mona Lisa: Beyond the Glass« ist eine VR-Erfahrung, die das Louvre-Museum anlässlich des 500. Todestages Leonardo Da Vincis präsentiert. Dieses Erlebnis enthüllt die neuesten wissenschaftlichen Forschungen über da Vincis künstlerische Innovation und seine Maltechniken und -prozesse durch eine Visualisierung in VR zum Leben.


»Modigliani VR«
  – Tate Modern

https://www.tate.org.uk/whats-on/tate-modern/exhibition/modigliani/modigliani-vr-ochre-atelier

In dem Erlebnis »Modigliani VR« zeigt das Ochre-Atelier der Tate Modern Modiglianis letztes Pariser Atelier als Nachbildung. An diesem Ort lebte und arbeitete Modigliani in den letzten Monaten seines Lebens von 1919 bist 1920. In diesem virtuellen Atelier des Künstlers werden mehr als 60 historische Objekte, Kunstwerke und Materialien gezeigt.


»Virtual Time Travel« – National Museum Of Finland

https://www.vrfocus.com/2018/02/national-museum-of-finland-offers-virtual-time-travel/

Dieses Erlebnis basiert auf R. W. Ekmans Gemälde “The Opening of the Diet 1863 by Alexander II”. Besucher*innen können sich in dieses Gemälde begeben und erfahren einen Blick auf den finnischen Reichstag, die gesetzgebende Körperschaft. Sie haben die Möglichkeit, mit dem Kaiser und weiteren Charakteren zu sprechen oder den Spiegelsaal im Kaiserpalast zu besuchen.